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Junge Frau auf ihrem Sofa

Günstiger Strom für Elektrospeicherheizungen

Die komfortable Art zu heizen

Wärmespeicherheizungen, auch Elektrospeicherheizungen und Nachtspeicherheizungen genannt, heizen mit Strom. Sie sind sowohl in Mietwohnungen als auch in Ein- oder Zweifamilienhäusern installiert. Die laufenden Kosten von Elektrospeicherheizungen sind im Vergleich zu anderen Heizsystemen relativ gering. Um in einem kostengünstigen Rahmen zu bleiben, sollten Sie als Nutzer auf einen günstigen Stromtarif und effizientes Heizen achten. Wir beraten Sie gerne zum Stromverbrauch von Elektro- und Nachtspeicherheizungen.

Vorteile von Elektrospeicherheizungen

Elektrospeicherheizungen haben eine Reihe von Vorteilen. Die Anschaffungs- und Wartungskosten sind vergleichsweise niedrig, die Montage einfach. Inspektionen durch den Schornsteinfeger fallen weg. Damit sind Elektrospeicherheizungen eine günstige Lösung für Gebäude, die im Winter eher sporadisch genutzt werden und bei denen der Komfort beim Heizen im Vordergrund steht. Dazu gehören etwa Gartenhäuser oder Ferienwohnungen.

Geringe Anschaffungskosten

Lange Lebensdauer

Bequeme Bedienung

Wie funktioniert eine Elektrospeicherheizung?

In Elektrospeicherheizungen sind Heizstäbe eingebaut, die mit Strom aufgeladen werden. Das passiert überwiegend nachts, um die günstigeren Niederstromtarife („Nachtstrom“) zu nutzen. Die Wärme wird dann gespeichert und tagsüber über die Oberfläche des Heizkörpers abgegeben. Dadurch entsteht die sogenannte Grundtemperatur, die Sie über die Aufladeeinstellung vorab festlegen. Diese sollte morgens nicht über 20 Grad liegen, denn sonst entladen sich die Speicher zu schnell. Hohe Heizkosten bei Nachtspeicherheizungen haben häufig mit veralteten, unpraktischen Geräten und falscher Einstellung zu tun. Neue Elektrospeicherheizungen haben digitale Regelprogramme, mit denen Sie viel Geld sparen und die den Komfort erhöhen.

Junge Frau sitzt mit ihrem Plattenspieler auf dem Boden

Wie wird der Stromverbrauch von Elektrospeicherheizungen abgerechnet?

Messung und Abrechnung von Heizstrom ist etwas komplexer als bei üblichen Stromtarifen. Das liegt daran, dass es in Deutschland neben gängigen Tarifen für Haushaltsstrom spezielle Heizstromtarife gibt. Diese gehen davon aus, dass Elektrospeicherheizungen den Großteil ihres Stroms nachts ziehen. Dieser Nachtstrom oder Niedertarifstrom ist günstiger als normaler Strom, der rund um die Uhr das gleiche kostet. Das liegt daran, dass nachts der allgemeine Stromverbrauch niedriger und damit das Stromangebot höher ist. Wie der Stromverbrauch von Elektrospeicherheizungen abgerechnet wird, hängt von der Messmethode ab.

Stromzähler

Gemeinsame Messung (1-Zähler-Messung)

Bei der gemeinsamen Messung haben Sie nur einen Stromzähler für den Stromverbrauch aller Geräte in Ihrem Haushalt, inklusive der strombetriebenen Heizung. Dieser Stromzähler hat zwei separate Zählwerke für das teurere Hochtarif-Zeitfenster und das günstigere Niedrigtarif-Zeitfenster. Diese Zeitfenster gibt der Netzbetreiber vor, nicht Ihr Heizstromversorger. Solche Stromzähler werden als Zweitarif- oder Doppeltarifzähler bezeichnet.

Der Stromzähler erfasst also genau, wieviel Strom Sie jeweils in den beiden Zeitfenstern verbrauchen. Dann kommen die sogenannten „Ausgleichsmengen“ ins Spiel: Wie andere Haushalte benötigen Sie auch nachts normalen Strom, z.B. für den Kühlschrank. Wie viel das genau ist, lässt sich aber bei der gemeinsamen Messung nicht nachvollziehen. Deshalb wird ein pauschaler Anteil Ihres im Niedertarif (NT) gemessenen Stromverbrauchs zum Hochtarif (HT) abgerechnet. Die Höhe dieser Verbrauchsumlagerung teilt uns der Netzbetreiber mit. Dieser hat die Höhe des normalen Stromverbrauchs während der Nacht aus den typischen Verbrauchskurven von Haushalten ermittelt.

Stromzähler einer Elektrospeicherheizung

Getrennte Messung (2-Zähler-Messung)

Bei der getrennten Messung haben Sie einen ganz normalen Stromzähler für den Haushaltsstrom und einen separaten Stromzähler ausschließlich für die Elektrospeicherheizung. Der Heizstromzähler ist in der Regel ein Doppeltarifzähler, also mit zwei Zählwerken für HT- und NT-Strom. Auf diese Weise lässt sich exakt messen, wie viel Strom Ihre Heizung in der Nacht lädt und ob sie tagsüber zusätzlich nachladen muss.

Effizient heizen mit Elektrospeicherheizungen

Ältere Elektrospeicherheizungen gelten oft als Stromfresser, da der Stromverbrauch alter Nachtspeicherheizungen relativ hoch ist. Moderne Elektrospeicherheizungen arbeiten aber viel effizienter. Außerdem können sehr alte Geräte gesundheitsschädlich sein, da die Verwendung von Asbest in den Nachtspeicherheizungen erst seit 1984 verboten ist. Allein deshalb sollten Sie sehr alte Geräte nicht mehr nutzen, sondern durch moderne, sparsamere Elektrospeicherheizungen ersetzen.

Achten Sie außerdem auf effiziente Einstellungen und überheizen Sie die Wohnung nicht. Wenn Sie nicht da sind, sollten Sie die Elektrospeicherheizung auf 16 Grad drosseln, aber nicht ausschalten. Denn es braucht viel Energie, um ausgekühlte Zimmer wieder aufzuwärmen.

So reduzieren Sie Stromverbrauch und Kosten Ihrer Elektrospeicherheizung:

  • Gebläse nutzen, denn der Gebläsemotor verbraucht nur wenig Strom
  • Elektrospeicherheizung nicht zudecken und nichts vor die Lüftungsgitter stellen
  • Zimmertüren immer geschlossen halten
  • regelmäßig und richtig lüften (Stoß- und Querlüftung)
  • Gebläse während der Lüftungsphase ausschalten
  • Luftkanal der Elektrospeicherheizung regelmäßig reinigen
  • regelmäßige Wartung durch den Installateur